Wie wir Korcula/Lumbarda kennenlerntenFür den Juni des vergangenen Jahres (Anno 2000) hatten mein Mann und ich wieder einmal eine Reise auf den Balkan geplant. Schon im Jahre 1988 hatten wir uns gründlich dort umgesehen und waren einfach begeistert. Mit grosser Anteilnahme verfolgten wir über Jahre hinweg die unerfreulichen politischen, allseits bekannten Entwicklungen. Aber im letzten Jahr erschien uns das Risiko, sich wieder einmal weiter nach Süden zu wagen, nicht mehr so gross.Über Ungarn fuhren wir zunächst über Kroatien (Osijek) nach Bosnien-Herzegowina und besuchten Sarajewo. Obwohl uns vom Auswärtigen Amt eine touristische Reise dahin nicht gerade empfohlen -eher sogar abgeraten- wurde, waren wir doch vom Leben in dieser europäischen Hauptstadt, die für uns als Verkörperung des Begriffs multikulturell steht, begeistert. Sarajewo ist eine tolle Stadt und wer sich für eine Reise dorthin interessiert, dem werden wir gern Auskünfte geben. Nach einigen Tagen Aufenthalt in Bosnien-Herzegowina zog es uns jedoch zur Küste und eigentlich wollten wir auf dem Festland, im kleinen Fischerdorf Slano, das wir von unserer früheren Reise schon kannten, Urlaub machen. Bedauerlicherweise mussten wir feststellen, dass die Infrastruktur in Slano nach dem Kriege noch nicht wieder so ganz aufgebaut war und so planten wir kurzfristig um und entschieden uns für Ferientage auf der wohl schönsten Insel Kroatiens, Korcula. Was wir erwarteten wurde überboten. Nahe der Stadt und dem Hafen Korčula fanden wir im rund 5 km entfernten Lumbarda bestes Quartier in einer sehr ordentlichen, liebevoll geführten und dabei preisgünstigen Pension. Tolle Tage! Wir eroberten für uns viele Natur- und Kulturschönheiten der Insel und besuchten auch ein traditionelles Ritterspiel. Wir fühlten uns auf den Spuren Marco Polos, denn hier war seine Heimat und der Ort seiner späteren Verbannung, sehr wohl. Vierzehn Tage genossen wir bei wolkenlosem Himmel die üppige Natur, liessen uns mit Speis und Trank verwöhnen und badeten in der kristallklaren Adria bei Wassertemperaturen von 25° bis 27° Celsius. Der Abschied von den reizenden Wirtsleuten Senka und Bare fiel uns sehr schwer. Wir waren schon beim Kofferpacken, als Bare - genannt Barry- der Chef des Hauses uns einlud, doch einen Besuch in seinem Ferien-Gästehaus zu machen. Voller Stolz präsentierte er einige Ferienwohnungen, alle sehr gut (komplett mit Küche, Bad, Schlaf- und Wohnräumen, Balkon bzw. Terrasse, Klimaanlage) und sehr sauber eingerichtet. Im Garten des Hauses steht für die Gäste ein fest aufgemauerter Grill parat. Ja, ich sah es so richtig vor mir, wie hier zwei oder drei befreundete Familien zusammen mit ihren Kindern, an einem der schönen Abende einen fröhlichen Grillabend veranstalten: die Eltern sitzen um den Grill herum und die Kinder toben durch den Garten. In diesem Moment beschloss ich, die Ferienwohnungen von Senka und Barry im Internet bekannt zu machen. Wenn direkt über das Internet bei Barry und Senka gebucht wird, dann entfallen Provisionen für Agenturen und da haben sowohl die Feriengäste als auch die Gastgeber etwas davon. Und nun habe ich mich hingesetzt und diese Homepage gebastelt. Es war etwas komplizierter als ich es mir vorgestellt hatte, aber alle fangen ja einmal klein an. Im Übrigen tröstet mich die Tatsache, dass ja jeder Web-Designer auch irgendwann einmal klein angefangen haben muss. |
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